Petra, © Sven Becker

Tine, © Sven Becker


Projekt Leben I irreparable:

 

Wir treffen in jeder Sekunde unseres Lebens auf Menschen. Gedanklich, wie physisch. Es ist ein kurzer Augenblick, der unweigerlich das eigene, aber auch  auch das unseres Gegenüber verändert. Wie so oft wird einem erst auf den zweiten Blick bewusst, welche Auswirkungen dies hat. Das zu hinterfragen, habe ich 2016 in meiner Ausstellung "ZEITFENSTER" versucht. Mittlerweile ergeben sich aus diesen Arbeiten, weitere "Lebensprojekte". Ich möchte hier zuerst Günter Brock erwähnen, welchen ich damals in Bad Doberan traf. Dort noch mit seinem Hund Cleo. Günter erkrankte an Demenz. Ich begleite ihn von Zeit zu Zeit. Manchmal begegnet er mir auch unterwegs.

 

Eine Kaffeemühle brachte mich irgendwann zu Petra. Das aus dieser Begegnung natürlich wieder neues entstand versteht sich von selbst. Petra begleite ich nun schon eine ganze Zeit. Sie erkrankte damals an ALS. Wie es die Zeit erlaubt, machen wir gemeinsam Ausflüge in den IGA-Park in Rostock. Dabei lerne ich ihre alltäglichen Schwierigkeiten als Rollstuhlfahrer hautnah kennen. In dem Zusammenhang ist zu erwähnen, das Petra trotz der Erkrankung, für mehr Verständnis für Rollstuhlfahrer an sich, wie auch im allgemeinen, für mehr Anerkennung und Unterstützung in unserer Gesellschaft kämpft. Dazu ist ihre Arbeit als Ausbilderin für Assistenzhunde zu erwähnen. Hierzu später mehr!

 

Tine habe ich bei einem Fotoshooting in Jensens Wohnzimmerstudio kennengelernt. Das man hier lockere Gesprächsrunden unter Abrundung des Abends mit den berühmt berüchtigten Käsehäppchen beschliesst (oder ausweitet), hat sich schon lange herumgesprochen. Man kann die Location übrigens samt Technikfundus mieten. Mehr dazu auf jensenswohnzimmerstudio.de. I (Anzeige)

Ein Shooting mit Tine ist genauso entspannt, wie Käsehäppchen. Wenn in lockerer Atmosphäre auch noch ein paar gute Fotos entstehen ist es noch schöner. Auf ihre Frage ob mich ihr Handycap nicht stört (sog. Enterostoma), habe ich nur geantwortet, das ich mit Menschen arbeite. (© Sven Becker / ECG)

 

 

 

 

Project life I irreparable:

 

We meet people every second of our lives. Thoughtfully, how physically. It is a brief moment that inevitably changes one's own but also that of one's opposite. As is often the case, one only realizes at second glance what effects this has. I tried to question this in 2016 in my exhibition "ZEITFENSTER". In the meantime, these works have resulted in further "life projects". I would first like to mention Günter Brock, whom I met in Bad Doberan. There still with his dog Cleo. Günter fell ill with dementia. I accompany him from time to time. Sometimes he meets me on the way.

 

A coffee grinder eventually took me to Petra. Of course, the new thing that came out of this encounter is self-evident. I have been accompanying Petra for quite a while now. She fell ill with ALS. As time permits, we make trips together to the IGA Park in Rostock. In the process, I get to know her everyday difficulties as a wheelchair user up close. In this context, it should be mentioned that despite the illness, Petra is striving for more understanding for wheelchair users, as well as in general, for more recognition and support in our society. Her work as a trainer for assistance dogs has to be mentioned. More on that later!

 

I got to know Tine during a photo shoot in Jensen's living room studio. The easy-going discussion rounds rounding off the evening with the notorious Käsehäppchen decides (or widening), has been around for a long time. By the way, you can rent the location together with the technology fund. More on jensenswohnzimmerstudio.de. I (advertisement)

 

A shoot with Tine is just as relaxed as cheese snacks. If a few good photos are created in a relaxed atmosphere, it is even more beautiful. When asked if her handicap does not bother me (so-called Enterostoma), I only replied that I work with people. (© Sven Becker / ECG)

 

Günter (Cleo), © Sven Becker

Marie, © Sven Becker


© Sven Becker, Projekt Leben, 2018