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Michael Zieschang, 41, verheiratet, hat 2 Töchter und lebt seit 4 Jahren in Rostock. Die Fotografie betreibt er seit 2011, seit 2015 fast ausschließlich analog. Seine Motive findet er zumeist im urbanen Raum - Menschen, aber auch Dinge, die achtlos zurückgelassen, kleine Geschichten über Menschen erzählen. Szenen einer Stadt, Schattenspiele und Abstraktionen.

 

"Straßenfotografie oder Alltagsfotografie gibt es, seit es die Fotografie gibt. Davon lasse ich mich inspirieren aber auch antreiben, denn einer muss es ja machen - aufnehmen, wie unsere Stadt in unserer Zeit aussah. Das ist für mich Lebenseinstellung geworden. Ich liebe es, die Stadt zu beobachten, zu unterschiedlichen Jahreszeiten, Tageszeiten."

 

An Filmmaterial schätzt er die Vielfalt. Eine Unzahl an Kameras, Filmen, Filmchemie, Papier etc. steht ihm dabei zur Verfügung. Er wählt  je nach Laune und Gegebenheit seine Kamera für den Tag.

 

"Das Gefühl, eine Aufnahme mit den eigenen Händen hergestellt zu haben, vermisse ich bei modernen Kameras, macht für mich aber einen Großteil der Inspiration und Faszination aus. Vom Befüllen der Filmpatrone, über das Laden der Kamera, über das bewusste Auswählen des Bildausschnitts und Einstellen der Kamera, bis zur Entwicklung."

 

Seine Arbeiten sind Fragestellungen an die Gesellschaft.

Er gibt dem Gesehenen einen fotografischen Rahmen und eröffnet dabei gleichzeitig die Diskussion mit dem Betrachter. Er sucht die kritische Auseinandersetzung und fordert mit seiner Arbeit zum Nachdenken heraus. Er legt den fotografischen Finger in die gesellschaftliche Wunde.

Damit steht er im Sinne der aktuellen jungen Kunst ganz oben und wird seiner Verantwortung als Künstler gerecht.


Michael wird durch die ECG vertreten