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Michael Hitschold wurde 1970 in Chemnitz geboren und wuchs ab 1985 in Coburg auf. Nach seiner Ausbildung im Bereich Metall-Gestaltung in Dresden und Berlin, mit Zeiten an der „Akademie der Künste“ in Berlin, folgten Studienreisen nach Italien, Spanien, Südafrika, Namibia und Nord- und Süd-Amerika. Er war längerfristig im Bereich Metall-Gestaltung in Dresden, Kapstadt, Berlin und Los Angeles beschäftigt, bis er sich im Jahr 2001 in der Altmark / Sachsen-Anhalt niederließ.


Im Jahr 2013 absolvierte Michael Hitschold eine Ausbildung zum Kunsttherapeuten in Berlin. Nachdem seine künstlerische Arbeit aufgrund einer Atelier-Aufgabe für etwa zwei Jahre pausieren musste, entstehen seit Spätsommer 2015 wieder Skulpturen in seinem neuen Schmiede-Atelier in Nipkendey. Michael Hitschold ist Mitglied im Bund Bildender Künstlerinnen und Künstler Lüneburg.


Wolfgang Opitz sagte über Michael folgendes:

 

"Die räumliche Geste in geschmiedetem Stahl...


Bis vor wenigen Jahrzehnten basierte der technologische Fortschritt, die Produktivität und die kriegerische Durchsetzungsfähigkeit vor allem in der Kunst Eisen und Stahl in notwendiger Menge und Qualität herzustellen und zu verarbeiten. Seit der Antike umwehte den Fertigungsprozess des Schmiedens ein mythologisches Geheimnis. Als Allegorie der Kunstfertigkeit, als »Schmiede des Vulkans«, erfreute sich diese Thema in der bildenden Kunst, besonders in der Renaissance großer Beliebtheit und fand im Symbol der Friedensbewegung in den späten DDR-Jahren »Schwerter zu Pflugschar« schmieden seinen vorläufigen Abschluss. Immerhin werden noch fortlaufend Pläne geschmiedet.


    Der Werkstoff Stahl, in beeindruckenden Dimensionen industriell gefertigt, in seiner spezifi schen Ästhetik und seinen hohen statischen Qualitäten, fand in der westlichen Kunst der Moderne in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts seinen Ausdruck. Besonders in Werken von Konzept-Art und Minimal, in Arbeiten amerikanischer Künstler wie Donald Judd und Sol le Witt verwirklichte sich modernes Lebensgefühl im entwickelnden Industriezeitalter.
Die Faszination der Skulpturen von Michael Hitschold liegt auf anderem Feld. Er gehört zu einer jüngeren Künstlergeneration, welche den ursprünglichen Prozess des Schmiedens selbst ausführt und die Aktion des Schmiedens als zentralen Punkt ihrer künstlerischen Auseinandersetzung deutlich macht.


     Als Grundmaterial dienen ihm schlanke, quadratische Stahlprofile. In freier Geste umschließen und durchbrechen seine Figurationen den bezeigten Raum – es ist ein Wechselspiel zwischen lagernden und den bestimmenden dynamischen Elementen. Gemäß des Ausgangsmaterials sind die geschmiedeten Formen schlank, erhalten nur an ausgewählten Stellen durch Pressungen eine größere Breite. Zwischen den umschließenden Formen, praktisch im Leerraum, wirkt ein Volumen, welches die Raumausdehnung der gesamten Skulptur entfaltet und ihr Gewicht gibt.
Solche Skulpturen lassen die eingebrachten Investitionen an thermischer, kinetischer und psychologischer Energie im Ergebnis spüren. Er selbst spricht von einem Geburtsprozess, den der Stahl im Feuer und mit der Formgebung erfährt, von einem martialischen, auch kriegerischen Material, von Aktionismus bis zur Selbstaufgabe, welcher den ursprünglichen Kampf erneut erleben lässt.


    Kunst erfährt ihren Wert und ihre Spannung aus dem objektivierenden Prozess, Gegensätze ins Verhältnis zu setzen. Hitscholds Skulpturen zeigen die spontane, dynamische Geste, er durchstößt teils spitz und aggressiv die Figuration. Andererseits wirken sie intim und ruhen in sich. Die Materialoberfläche bleibt ungeschönt, hat die Solidität von gutem Werkzeug.
Seine Skulpturen sind modern, dabei lassen sie uns die Tradition des Schmiedens und die elastische Härte des Werkstoff es Stahl sinnlich erfahren."


Michael Hitschold wird durch die ECG vertreten



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2018
E.ON Avacon, Lüneburg

 

2017

PARCOURS 2017, Leipzig

 

2016

Natur I Kultur, pashmin art Gallery Hamburg

SCOPE Art Fair NEW YORK 2016

 

2013
Kunstverein Uelzen
E.ON Avacon, Lüneburg
Projekt „Abgeschnitten“, Uelzen

2012
E.ON Avacon, Salzwedel

„Kunstwerk – Werkkunst“, Schloss Reinbek/Hamburg

Galleria Unexpected, Groningen/Niederlande

2011
museum FLUXUS+, Potsdam
„AlsterArt 2011“, Hamburg
„Kunstwerk – Werkkunst“, Schloss Reinbek/Hamburg
„ZweiStromQuellen“, Kloster Isenhagen/Hankensbüttel
„Kap-Hoorn ART – Die Dritte“, Bremen

2010
„Kunstwerk – Werkkunst“, Schloss Reinbek/Hamburg

2009
„Kunstwerk – Werkkunst“, Schloss Reinbek/Hamburg

2008  
E.ON Avacon, Salzwedel
„foyer d‘Art“, Hamburg
„Kulturelle Landpartie“, Lüchow-Dannenberg
„Kunstwerk – Werkkunst“, Schloss Reinbek/Hamburg


2007
„HanseArt“, Hamburg
„Kunstwerk“, Braunschweig
Mönchskirche, Salzwedel

Galerie Präger, Wittingen

2006
„HanseArt“, Hamburg
„Kulturelle Landpartie“, Lüchow-Dannenberg
Kunstverein Lüneburg

2005
Kunsthaus „Art and More“, Uelzen
„Kulturelle Landpartie“, Lüchow-Dannenberg
Galerie Pollmächer/Alte Pfarrei, Niederurff

2004

„Kulturelle Landpartie“, Lüchow-Dannenberg

2001/2002

Aufenthalt in Los Angeles (Schmiede-Auftragsarbeiten)


1999/2000
Erste Gruppenausstellungen in „The Bijou“

(Black Smith Forge), Kapstadt / Südafrika